Neu bei Drava: Ursula Wiegeles Debütroman »Cello, stromabwärts«
Neu bei Drava: Ursula Wiegeles Debütroman »Cello, stromabwärts«
»Cello, stromabwärts« ist der Titel eines musikalisch inspirierten Debütromans von Ursula Wiegele, der dieser Tage beim Klagenfurter Drava Verlag erschienen ist. Die in Klagenfurt geborene Autorin hat ihren Roman in einem roten, alten Stadthaus angesiedelt, das Gravitationspunkt für Cellisten, Gambisten, Schauspieler, Korrepetitoren und Sängerinnen ist, die zwischen Rumänien, der Ukraine, Italien und Österreich unterwegs sind.
Der Eigentümerin des Hauses, die einst mit einem italienischen Opernsänger liiert war, sind Musiker die liebsten Mieter – vor allem solche, die es als »musikalische Gastarbeiter« aus dem Osten und Südosten Europas in die Stadt im Südosten Österreichs verschlagen hat. Ihre Wege kreuzen sich, verstricken sich für einen Moment, lösen sich voneinander und treffen, kontrapunktisch gesetzten Themen gleich, doch immer wieder zusammen, in diesem Taubenschlag, der den in alle Winde Verstreuten eine zumindest provisorische Bleibe bietet. Der andere, mächtigere Gravitationspunkt aber liegt weit stromabwärts, im Schilfdickicht des verzweigten Deltas der Donau.
Mit einem Präludium, einem Andante grazioso als Postludium sowie drei Kapiteln mit vielen Themen und Motiven liest sich der Roman beinahe wie ein klassisches Musikstück.
Ursula Wiegele, geboren 1963 in Klagenfurt, lebt in Graz. Seit dem siebten Lebensjahr hat sie Musikunterricht erhalten, später dann ist das Schreiben dazugekommen. Literarische Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. Mehrere Preise bei Literaturwettbewerben.
Ursula Wiegele
Cello, stromabwärts
Roman
Geb. mit Schutzumschlag, 200 Seiten
€ 19,80, ISBN 978-3-85435-651-6