Was wir uns vom ORF erwarten


Was wir uns vom ORF erwarten – Sendungsvorschläge gesucht

Funkhausverkaufsvertrag ab 15.12.2016 fix

Am 15.12.2016 wird der Vertrag zum Verkauf des Funkhauses endgültig unterschrieben. 60 Prozent des Funkhauses gehören ab diesem Zeitpunkt dem Vorarlberger Bau- und Immobilienunternehmen Rhomberg. Es ist nicht davon auszugehen, dass der ORF-Stiftungsrat nach seinen bisherigen Beschlüssen etwas daran ändert. Es gibt zwar an beiden Standorten Widerstände der Anrainer, da weder für den Küniglberg noch für die künftigen Wohnungen im Funkhaus Parkplatz- bzw. Parkgaragenlösungen bestehen, diese gelten aber als reines Zeit- und Kostenproblem. Ö1, FM4 und Ö3 werden nach dem Verkauf aus der Stadt auf den Küniglberg übersiedelt, Ö1 wird wie allen Programmen, entgegen den Beteuerungen seiner Stärkung, ein Sparkurs verordnet, altersbedingte Abgänge werden nicht mehr nachbesetzt. Das bedeutet die Kürzung von Produktionsgeldern und Honoraren und den Abbau von qualifiziertem Personal, kurzum die schleichende Zerstörung von Ö1.

Ö1 kostet 35 Millionen Euro

Zahlreiche Proteste dagegen sind ungehört verhallt. Alternativvorschläge wurden belächelt. Ein Teil der finanziell schwierigen Situation des ORF ist sicher dem Medien(nutzungs)wandel zuzuschreiben, für einen weiteren Teil ist der ORF aber selbst verantwortlich. Warum bei nicht vorhandener Finanzierung ein nicht notwendiger zusätzlicher Neubau am neuen „Gesamtstandort“ errichtet werden muss, ist unverständlich. Noch unverständlicher ist, warum ein auf die eigentliche Aufgabe des ORF zugeschnittenes Programm wie Ö1 mit 35 Millionen Kosten bei Gebühreneinnahmen von rund 600 Millionen Euro für den ORF als „teuer“ gilt.

Teilnahme an der ORF-Enquete im Frühjahr 2017

Im Frühjahr 2017 wird eine große medienpolitische Enquete zum öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag stattfinden. An dieser Enquete werden nach einer Absprache mit dem für Medien zuständigen Minister Thomas Drozda die Vertreter und Vertreterinnen der Kunstschaffenden teilnehmen und somit auch die IG Autorinnen Autoren.

Was wir uns vom ORF erwarten – Sendungsvorschläge gesucht

Aus diesem Anlass lädt die IG Autorinnen Autoren alle Kunst- und Kulturschaffenden dazu ein, Vorschläge für Programme und Sendungen zu machen, die der ORF unbedingt anbieten sollte. Ebenso willkommen sind Vorschläge zu Programmänderungen bei bestehenden Programmen und Beiträge, was der ORF auf jeden Fall zu seinen Aufgaben zählen sollte. Diese Vorschläge werden von uns gesammelt und bei der Enquete thematisiert. Die Vorschläge können alle Sender des ORF einbeziehen, sie können genauso nur einen jeweiligen regionalen Sendebereich betreffen wie die überregionalen Sender des ORF, Sender, in denen keine Kulturprogramme oder so gut wie keine Kulturprogramme mehr vorhanden sind, wie Sender, in denen sie berücksichtigt werden, sie können sich nur auf den Hörfunk beziehen oder nur auf das Fernsehen oder auf beide gemeinsam.

Zusendungen werden ab sofort unter der Adresse gr@literaturhaus.at entgegengenommen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Ruiss
IG Autorinnen Autoren
Wien, 13.12.2016

 

 

 

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